Ansteckendes Herbstfest

Dies ist mein vierter Eintrag und somit ist bereits einen Monat vergangen seit ich angefangen habe, diese Wochenrückblicke zu verfassen. Die Internetseite Etobasi.ch, wo diese Blogeinträge irgendwann zu lesen sein werden, ist noch in Entstehung und deshalb ist das alles hier nach wie vor nur ein Test. Vielleicht wird irgendwer einmal aus Langeweile oder weil sein Finger versehentlich abrutscht, herunterscrollen und auf diese Einträge stossen. Falls diese Verkettung von Zufällen wirklich eintreten sollte, dann Hallo.

Am frühen Samstagabend hatten wir einen legendären auftritt am Herbstfest des Quartiervereins Aussersiehl und Hard. Eigentlich war es draussen auf dem Pausenplatz des Schulhauses Siehlfeld geplant, wo auch bereits die Essensstände und Festbänke auf gestellt waren. Da es aber den ganzen Tag schon regnete und die Temperatur auf gefühlte fünf Grad sank, wurden die Musikalischen Darbietungen in die Turnhalle verlegt. Auf dem Programm standen der Chor der Nationen, eine nicht mehr allzu jugendliche Rockband namens The Reel und mittendrin wir, Etobasi zusammen mit d’Iva. Bevor wir loslegten, stellte Chris uns erst einmal vor. Als er bei Iva anlangte und erzählte, dass sie in diesem Quartierverein ehrenamtlich für den Mittagstisch kocht, wehte uns ein warmer Applaus entgegen und wir schienen das etwa mehrheitlich betagtere Publikum schon im Sack zu haben. Wir starteten mit dem ruhigeren Stück, „Bizli Reggae“ und auch beim darauffolgenden „Sie isches“ fiel es uns nicht auf, das beim Playback, dass via CD-Player abgespielt wurde, die gesamte Schlagzeug fehlte. Die CD war die Richtige, die Hälfte des Sounds kam einfach nicht durch die Boxen. Jann stand am Mischpult, drehte verzweifelt an den Reglern herum aber konnte nicht verhindern,  dass wir im drauffolgenden Stück namens „Meh“ ohne den gewohnten Beat völlig die Orientierung verloren. Einige der Zuhörer flüchteten bereits Richtung Ausgang der Turnhalle und ich ahnte Böses. Hätte Iva am Ende des Songs nicht die Geistesgegenwart gehabt und eine fünfminütige Pause angekündigt um die technischen Probleme zu beheben, hätte wir wohl früher oder später auch noch das restliche Publikum verloren.  Es stellte sich heraus, das ein Kabel, das in den Mono-Eingang gehört hätte, im Stereo-Eingang steckte und es deshalb so unvollständig tönte. Wir fuhren also weiter, diesmal mit Beat und mehr und mehr kam die Stimmung auf, die unserer eingeübten Performance würdig war. Ich sah Hände von links nach rechts schwenken, ich sah Füsse rhythmisch auf und ab wippen und hörte aufrichtiges Geklatsche am Ende der Songs. Unsere Songs schienen also auch bei der etwas älteren Generation anklang zu finden.

Als wir nach dem Auftritt draussen vor der Turnhalle standen kamen uns Sandro und seine Tochter Mahalia entgegen. Sie wollten unseren Auftritt schauen kommen aber Chris hatte ihnen die die falsche Zeit angegeben. Ich begrüsste Sandro, a.k.a Bös Guet, vielleicht etwas zu enthusiastisch, und kippte dabei versehentlich meinen fast vollen Bierbecher in seinen neuen Schuh. Er verzieh mir zum Glück und nahm zur Wiedergutmachung meine Papiertaschentücher entgegen und stopfte damit seinen rechten Schuh aus. Den Rest des Abends sassen wir an einem der Festbänke, tranken Wein, den wir uns von der Gage leisteten und führten uns gegenseitig Youtube-Clips auf unseren Handys vor. Bei dieser Gelegenheit zeigte uns Iva auch ihren neuen und ersten richtigen Video-Clip, der soeben fertig gestellt wurde. Nächste Woche mehr dazu.
Jedenfalls täuschte mir der Wein anscheinen Wärme vor, denn als ich am Sonntagmittag aufwachte, schmerzte mir der Hals, lief mir die Nase und ich war krank.

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